Bidetarmaturen ermöglichen die Nutzung des Bidets und gehören zur erweiterten Sanitärausstattung. Sie steuern Wassertemperatur und Strahlstärke für die persönliche Hygiene. In unserem Sortiment finden Sie Standbidetarmaturen, Unterputz-Bidetarmaturen und verschiedene Designvarianten – alle Produkte stammen direkt vom Hersteller. Die Lieferung erfolgt schnell, die Verarbeitung entspricht gängigen Standards und die breite Auswahl deckt unterschiedliche Montageformen und Stilrichtungen ab.
Im Online-Shop von Hauslook finden Sie eine große Auswahl an Bidetarmaturen für jede Einbausituation und jeden Einrichtungsstil. Damit die Entscheidung leichter fällt, hier die gängigsten Bauarten im Kurzüberblick:
Welche Bauart am besten passt, hängt von der vorhandenen Sanitärkeramik, der gewünschten Optik und den baulichen Gegebenheiten ab – die folgenden Abschnitte gehen im Detail auf jede Variante ein.
Das Bidet ist ein eigenständiges Sanitärobjekt zur Intimhygiene. Es ähnelt optisch einer niedrigen Toilette, dient aber ausschließlich der Reinigung mit Wasser. Die Nutzung erfolgt im Sitzen, wobei der Wasserstrahl die Reinigung übernimmt.
Bidets sind in Südeuropa, dem Nahen Osten und Asien weit verbreitet. In Deutschland werden sie seltener installiert, gewinnen aber an Bedeutung durch gesteigertes Hygienebewusstsein. Die Verwendung von Wasser gilt als gründlicher und schonender als die alleinige Verwendung von Papier.
Hygienische Vorteile
Die Reinigung mit Wasser entfernt Rückstände effektiver. Menschen mit Hautempfindlichkeiten oder Hämorrhoiden profitieren von der sanften Reinigung ohne mechanische Reibung. Auch bei eingeschränkter Beweglichkeit erleichtert das Bidet die Körperpflege.
Standbidetarmaturen werden direkt auf dem Bidet montiert. Die Armatur sitzt auf dem Rand oder der Ablage des Bidets. Der Auslauf ist meist schwenkbar, um den Wasserstrahl zu positionieren.
Die Montage erfolgt durch ein oder mehrere Löcher im Bidet. Einhebelmischer benötigen ein Loch und erlauben die Steuerung von Temperatur und Durchfluss mit einer Hand. Zweigriffmodelle haben separate Bedienelemente für Warm- und Kaltwasser und benötigen entsprechend mehr Bohrlöcher.
Die Wasseranschlüsse verlaufen unter dem Bidet und werden mit flexiblen Schläuchen verbunden. Die Armatur wird von oben eingesetzt und mit Muttern von unten fixiert. Dichtungen verhindern Wasseraustritt zwischen Armatur und Keramik.
Die Ausrichtung des Auslaufs sollte so gewählt werden, dass der Wasserstrahl den gewünschten Bereich erreicht. Schwenkbare Ausläufe bieten mehr Flexibilität bei der Nutzung.
Unterputz-Bidetarmaturen verschwinden in der Wand, nur die Bedienelemente und der Auslauf bleiben sichtbar. Diese Lösung schafft eine klare, minimalistische Optik und erleichtert die Reinigung des Bidets.
Die Installation erfordert vorbereitende Arbeiten in der Wand während des Baus oder der Renovierung. Der Armaturenkörper wird in einem Unterputzelement montiert, das in der Wand verschwindet. Nach dem Verputzen und Fliesen werden die sichtbaren Teile aufgesetzt.
Die reduzierte Optik passt zu modernen Badkonzepten. Keine vorstehenden Teile an der Armatur erleichtern das Sauberhalten. Der Bidetrand bleibt frei von Bohrlöchern, was die Reinigung vereinfacht.
Der Zugang zur Technik erfolgt über eine Revisionsöffnung, die meist hinter der Bedieneinheit liegt. Wartungsarbeiten an Kartusche oder Dichtungen sind mit Spezialwerkzeug möglich.
Einhebelmischer haben einen Bedienhebel, der sowohl Temperatur als auch Durchfluss steuert. Die Bedienung ist intuitiv: Links-rechts regelt die Temperatur, vor-zurück die Wassermenge. Diese Bauform ist modern und effizient.
Zweigriffmodelle haben separate Griffe für Warm- und Kaltwasser. Die Temperatur wird durch Mischen beider Ströme eingestellt. Diese klassische Bauform benötigt beide Hände zur Bedienung und mehr Zeit zum Einstellen der gewünschten Temperatur.
Einhebelmischer sind heute die gängige Wahl. Sie ermöglichen schnelles Einstellen und verbrauchen weniger Wasser beim Finden der richtigen Temperatur.
Perlatoren am Auslauf mischen Luft ins Wasser. Der Strahl wird weicher und gleichmäßiger, ohne dass der Druck spürbar abnimmt. Der Wasserverbrauch sinkt bei gleichem Komfort.
Bei Bidetarmaturen sind Perlatoren mit schwächerem Durchfluss üblich als bei Waschtischarmaturen. Der sanftere Strahl ist für die Intimhygiene angenehmer. Typische Durchflussmengen liegen bei 4-6 Litern pro Minute.
Perlatoren können sich mit Kalk zusetzen, besonders in Gebieten mit hartem Wasser. Sie lassen sich abschrauben, in Essigwasser einlegen und von Ablagerungen befreien. Diese Wartung erhält den gleichmäßigen Wasserfluss.
Chrom bleibt die Standardoberfläche – glänzend, pflegeleicht und neutral. Verchromte Armaturen passen zu verschiedenen Badstilen und harmonieren mit Keramik in Weiß oder anderen Farben.
Schwarze Bidetarmaturen schaffen starke Kontraste. Die matte oder glänzende schwarze Oberfläche passt zu modernen, minimalistischen Bädern. Kalk und Wasserflecken sind auf dunklen Oberflächen schneller sichtbar – regelmäßiges Trockenreiben hält sie sauber.
Gebürsteter Edelstahl oder gebürstetes Nickel bieten eine matte Alternative zu glänzendem Chrom. Die gebürstete Struktur verbirgt kleine Kratzer und Fingerabdrücke besser als Hochglanzoberflächen.
Gold oder Bronze sind exklusive Oberflächen für gehobene Badausstattungen. Die Beschichtung erfolgt meist durch PVD-Verfahren, das hohe Beständigkeit gegen Abrieb gewährleistet.
Die richtige Montagehöhe beeinflusst den Nutzungskomfort. Bei Standbidetarmaturen ist die Höhe durch das Bidet vorgegeben – der Auslauf liegt etwa 15-20 cm über dem Beckenrand.
Bei Unterputzarmaturen wird die Höhe während der Installation festgelegt. Der Auslauf sollte 40-45 cm über dem Boden liegen, damit der Wasserstrahl korrekt ins Bidet fällt. Diese Höhe entspricht der Sitzhöhe plus Beckentiefe.
Der Abstand zwischen Wand und Bidet beeinflusst die erforderliche Ausladung des Auslaufs. Bei wandnaher Montage reichen kurze Ausläufe. Steht das Bidet weiter von der Wand entfernt, muss der Auslauf entsprechend länger sein, um das Wasser mittig ins Becken zu leiten.
WC-Sitze mit Bidetfunktion integrieren die Reinigung ins WC und machen ein separates Bidet überflüssig. Eine ausfahrbare Düse spritzt Wasser zur Reinigung. Die Steuerung erfolgt über ein Seitenpanel oder eine Fernbedienung.
Diese Systeme benötigen einen Wasseranschluss in WC-Nähe und oft einen Stromanschluss für Heizung und Trocknung. Die Installation ist aufwendiger als ein normaler WC-Sitz, spart aber Platz gegenüber einem separaten Bidet.
Nach der Toilettenbenutzung wird die Düse aktiviert. Sie fährt aus und spritzt einen Wasserstrahl. Temperatur, Druck und Position lassen sich einstellen. Nach der Reinigung fährt die Düse zurück und reinigt sich selbst.
Hochwertige Systeme bieten zusätzlich Warmlufttrocknung und beheizte Sitze. Diese Komfortfunktionen steigern die Nutzererfahrung.
Manche Bidetarmaturen haben eine Handbrause statt eines festen Auslaufs. Die Brause hängt an einem Halter neben dem Bidet und wird zur Nutzung in die Hand genommen. Diese Lösung bietet maximale Flexibilität bei der Positionierung des Wasserstrahls.
Die Handbrause ist über einen flexiblen Schlauch mit der Armatur verbunden. Ein Knopf an der Brause startet und stoppt den Wasserfluss. Die Armatur regelt Temperatur und Druck.
Bidetarmaturen benötigen die gleiche Pflege wie andere Badarmaturen. Milde Reiniger und weiches Tuch genügen für die normale Reinigung. Nach der Nutzung abwischen verhindert Kalkablagerungen.
Verdünnte Zitronensäure oder Essig lösen Kalk von der Oberfläche. Kurz einwirken lassen, dann mit Wasser abspülen und trocken reiben. Bei schwarzen oder beschichteten Oberflächen die Verträglichkeit vorher an unauffälliger Stelle prüfen.
Die Perlatoren regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf reinigen. Verstopfte Perlatoren reduzieren den Durchfluss und verändern das Strahlbild.
Beim Austausch einer Bidetarmatur muss die neue zur vorhandenen Beckenform passen. Die Anzahl der Bohrlöcher im Bidet bestimmt, welche Armaturen montierbar sind. Einhebelmischer benötigen ein zentrales Loch, Zweigriffmodelle drei Löcher.
Der Lochabstand bei Dreilochmodellen ist genormt, dennoch gibt es Abweichungen zwischen älteren und neueren Bidets. Die Maße sollten vor dem Kauf geprüft werden.
Bidetarmaturen haben Standard-Anschlussgewinde (½ Zoll) für Warm- und Kaltwasser. Flexible Anschlussschläuche verbinden die Armatur mit den Eckventilen an der Wand. Die Schläuche gleichen kleine Abweichungen in der Position aus.
Der Ablauf des Bidets wird wie bei einem Waschbecken an die Abwasserleitung angeschlossen. Ein Siphon verhindert Geruchseintritt aus der Kanalisation. Manche Bidets haben einen verschließbaren Ablauf, um Wasser im Becken zu sammeln.
Nach der Montage alle Verbindungen auf Dichtigkeit kontrollieren. Die Eckventile öffnen und beobachten, ob Wasser austritt. Die Armatur mehrfach betätigen und den gesamten Drehbereich prüfen.
Bei der Auswahl sind mehrere Faktoren relevant:
Die technischen Daten in den Produktbeschreibungen geben Auskunft über Maße, Montageart, Anschlüsse und erforderliche Bohrlöcher.
Das Sortiment umfasst verschiedene Hersteller und Designrichtungen. Von klassischen Chrommodellen bis zu modernen schwarzen Armaturen ist die Auswahl umfangreich. Die Filteroptionen auf der Webseite helfen bei der Eingrenzung nach Farbe, Montageart oder Bedienform.
Die Produktfotos zeigen die Armaturen aus verschiedenen Perspektiven. Maßzeichnungen sind in den Produktdetails verfügbar und unterstützen bei der Planung. Angaben zu Anschlussmaßen und Lochabständen erleichtern die Auswahl kompatibler Modelle.
Was ist der Unterschied zwischen Bidetarmatur und Waschtischarmatur?
Bidetarmaturen haben meist schwächeren Durchfluss und sanftere Strahlbilder. Konstruktiv sind sie ähnlich, die Anpassung erfolgt über Perlatoren und Durchflussbegrenzer.
Kann ich eine Bidetarmatur selbst montieren?
Die Montage von Standbidetarmaturen ist mit Grundkenntnissen möglich. Unterputzarmaturen erfordern Arbeiten in der Wand und sollten bei Unsicherheit von Fachleuten ausgeführt werden.
Passt jede Bidetarmatur auf jedes Bidet?
Die Anzahl der Bohrlöcher im Bidet muss zur Armatur passen. Einhebelmischer benötigen ein Loch, Zweigriffmodelle drei Löcher. Die Lochabstände sollten geprüft werden.
Brauche ich ein separates Bidet oder reicht ein WC mit Bidetfunktion?
WC mit Bidetfunktion sparen Platz und sind praktisch in kleinen Bädern. Ein separates Bidet bietet mehr Komfort und ist unabhängig vom WC nutzbar.
Wie entferne ich Kalkflecken von der Bidetarmatur?
Verdünnte Zitronensäure oder Essig kurz einwirken lassen, dann abspülen und trocken reiben. Bei beschichteten Oberflächen vorher Verträglichkeit prüfen.
Welche Montagehöhe ist richtig für Unterputz-Bidetarmaturen?
Der Auslauf sollte etwa 40-45 cm über dem Boden liegen, damit der Wasserstrahl korrekt ins Bidet fällt.
Sind schwarze Bidetarmaturen schwerer zu pflegen?
Wasserflecken und Kalk sind auf dunklen Oberflächen schneller sichtbar. Regelmäßiges Abtrocknen nach Gebrauch reduziert den Reinigungsaufwand.